Strom und das Elektro-Auto
AC / DC es geht um Strom für das Elektro-Auto
„AC“ (Alternating Current) steht für Wechselstrom,
„DC“ (Direct Current) für Gleichstrom.
Wechselstrom „AC“ hat keinen Plus- / Minus-Pol und lässt sich gut durch eine Leitung über eine größere Entfernung transportieren. Allerdings setzt die
Nutzung einen technischen Aufwand voraus. Wechselstrom hat eine „Wechsel-Frequenz“. Um einen Stromverbraucher nutzen zu können muss diese Frequenz
identisch sein.
Gleichstrom „DC“ hat Plus- und Minus-Pol, lässt sich in einer Batterie speichern und der Anschluss elektrischer Verbraucher ist ohne technischen Aufwand
möglich.
Reduziert auf die Elektromobilität bedeutet das: Der Strom wird als Wechselstrom „AC“ und per Leitung über eine größere Entfernung zu einer Ladestation
geführt. Entweder wandelt die Ladestation oder das Ladegerät des E-Autos den Wechslestrom „AC“ in Gleichstrom „DC“, um ihn in der Batterie des Autos zu
speichern.
Mit dem Plus- und Minus-Pol von Gleichstrom „DC“ lässt sich die gesamte Elektronik des E-Autos mit Strom versorgen.
Elektro-Auto - Autoradio mit 400 Volt?
Die übliche Stromspannung in einem E-Auto beträgt 400 Volt. Liegt diese Spannung auch bei dem Autoradio, der Klimaanlage oder der Sitzheizung an?
Elektro-Autos haben normaler Weise zwei Stromkreisläufe.
Der Hochvolt-Akku im Fahrzeugboden ist nur den Stromkreis, der für den Antrieb des Elektro-Autos sorgt, zuständig.
Ein zweite 12-Volt Stromkreis, ein alter Bekannter aus PKW mit Verbrennungsmotor, ist für Sitzheizung, Klimaanlage, Innenlicht, Radio, Zigarettenanzünder
zuständig.
Volt Ampere Watt
Ein erklärender Vergleich mit Wasser:
Der Swimming-Pool soll mit Wasser gefüllt werden / Der E-Auto-Akku soll mit Strom
gefüllt werden!
Der Wasserhahn wird aufgedreht, das Wasser kommt mit einem gewissen Druck aus
dem Hahn – Der Wasserdruck wird mit „Bar“ gemessen.
Der „Druck“ des Wassers wird bei Strom als „Spannung“ bezeichnet und in „Volt“
gemessen
Um das Wasser von dem Hahn zum Pool zu transportieren, wird ein Schlauch genutzt.
Der Wasserschlauch ist die Stromleitung, Das „Wasser“ ist der Strom und wird mit
„Ampere“ gemessen.
Wird der Wasserdruck mit dem Wasser multipliziert, ist eine bestimmte Liter-Zahl das
Ergebnis. Die Literzahl nennt sich bei Strom „Watt“.
Daraus ergibt sich für Strom: Volt x Ampere = Watt.
Watt ist Hubraum
„5 Liter, V8-Biturbo“ oder „1,6 Liter, 4-Zylinder“
Zwei Verbrennungs-Motoren, die wohl keiner Erklärung bedürfen.
Ein Elektro-Auto hat weder Hubraum noch Zylinder,
welche Werte sind bei einem Elektro-Auto relavant?
Der Hubraum eines Verbrenner-Motors ist bei einem E-Auto die Kilowattstunde (kWh) der Batterie im Chassis.
Die Zylinder-Zahl wird durch die Systemspannung bezeichnet. Den Löwenanteil bei Verbrennungsmotor getriebenen Autos stellt der „4-Zylinder-Motor“. Für
die Elektromobilität stellen sich „400 Volt Systemstpannung“ als Standartwert heraus.
Beispiel Verbrenner:
VW Golf, 4-Zylinder, 1,0 Ltr. Hubraum, TSI Motor mit 66kW (90 PS)
Beispiel Stromer:
VW ID.3, 400 Volt, 45 kWh Batterie, E-Motor-Leistung von 93 kW (126 PS) oder 110 kW (150 PS)
Die Frage nach der Leistung - kW / (PS).
Bei Autos mit Verbrennungsmotor wird seit mehreren Jahren neben der „PS“-Leistung (PS = Pferdestärke) auch die „kW“-Leistung (kW = Kilowatt) angegeben.
Die Leistungsabgabe eines Elektro-Autos steht im Zusammenhang mit dem E-Motor. Bei den Leistungsdaten gibt es keinen Unterschied zwischen
Verbrennungs- und Elektro-Motor. Der Käufer eines E-Autos wird immer vor der Wahl stehen, wie hoch die kW- / PS-Leistung seines Autos sein soll.